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Reinigung

AGR-Ventil, Ansaugbrücke und Drosselklappe reinigen

Auf der Ansaugseite sammelt sich, was die Abgasrückführung hereinbringt: Ruß, vermischt mit Ölnebel, wird zu Ölkohle und verengt den Luftweg Millimeter für Millimeter.

AGR-Ventil, Ansaugbrücke und Drosselklappe reinigen

Die drei Bauteile hängen zusammen

AGR-Ventil, Ansaugbrücke und Drosselklappe verschmutzen aus derselben Quelle. Nur eines davon zu reinigen bringt selten das volle Ergebnis — der Rest im System setzt das gereinigte Teil schnell wieder zu.

  • AGR-Ventil: Reinigung und Aufbereitung, Beweglichkeit geprüft
  • Ansaugbrücke: Ruß- und Ölkohleablagerungen entfernt
  • Drosselklappe: Reinigung zurück auf Werksniveau
Verschmutzte Ansaugbrücke mit angebauter Drosselklappe

Symptome, die dafür sprechen

Unrunder Leerlauf, ruckelnde Lastannahme, Leistungsloch im unteren Drehzahlbereich, erhöhter Verbrauch und wiederkehrende Fehlereinträge zur Abgasrückführung. Häufig zusammen mit einem bereits vollen Partikelfilter.

Ansaugbrücke mit starken Ruß- und Ölkohleablagerungen

Wie die Ablagerungen entstehen

Die Abgasrückführung leitet einen Teil des Abgases zurück in den Ansaugtrakt, um die Stickoxide zu senken. Mit dem Abgas kommt Ruß. Trifft er auf den Ölnebel aus der Kurbelgehäuseentlüftung, verbindet sich beides zu einem zähen Belag, der mit der Zeit zu harter Ölkohle wird. Viel Kurzstrecke und häufiger Teillastbetrieb beschleunigen das, weil der Motor selten lange genug richtig warm wird.

Nach der Reinigung

Bei vielen Fahrzeugen müssen Drosselklappe und AGR-Ventil nach dem Wiedereinbau mit einem Diagnosegerät angelernt werden, damit das Steuergerät ihre Endlagen kennt. Gespeicherte Fehlereinträge sollten danach gelöscht und bei einer Probefahrt geprüft werden. Ist zugleich der Partikelfilter voll oder der Turbolader verölt, lohnt es sich, diese Bauteile im selben Zug zu betrachten — sie hängen am selben Luft- und Abgasweg.

Häufige Fragen

Muss das AGR-Ventil immer getauscht werden?
Nein. Bei Verschmutzung reicht die Reinigung meist aus. Getauscht wird nur, wenn die Mechanik oder die Elektrik defekt ist.
Warum alle drei Teile zusammen?
Sie verschmutzen aus derselben Quelle. Wird nur eines gereinigt, setzt der Rest im System es schnell wieder zu.
Reicht ein Reinigungszusatz im Tank?
Bei festgebackener Ölkohle in der Regel nicht. Bei Motoren mit Direkteinspritzung strömt der Kraftstoff gar nicht durch Ansaugbrücke und AGR-Ventil, ein Zusatz erreicht die Ablagerungen dort also kaum. Fest sitzende Ölkohle muss mechanisch und chemisch am ausgebauten Bauteil entfernt werden.

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